Rätselbild Nr. 13, Bild Karl Billinger

Vogelrätsel Nr. 13 mit Auflösung!

Beim Rätselvogel dieses Monats handelt es sich zweifelsfrei um eine Ente, das ist unschwer zu erkennen. Außerdem aller Wahrscheinlichkeit nach um eine weibliche Ente, also eine „Ente“ und um keinen „Erpel“. Gemeinerweise sind weibliche Enten viel schwerer zu bestimmen als ihre männlichen Gegenüber.

Also: um welche Art handelt es sich beim Rätselbild und mit welchen kann sie unter Umständen verglichen oder verwechselt werden?

k.billinger@eduhi.at


Auflösung!

Das Rätselbild zeigt – wie schon im Rätseltext angedeutet – eine weibliche Ente. Das hell- und dunkelbraun gefleckt und gestrichelte Gefieder und der helle Überaugenstreif deutet schon einmal in Richtung Schwimmente. Das wird auch widerspruchslos angenommen. Jetzt wird der Schnabel unter die Lupe genommen. Alle weiblichen Vertreter dieser Art haben einen orangefarbenen Schnabel mit einem mehr oder weniger deutlich aufgesetzten dunklen Sattel. Wenn man dann noch den Flügelspiegel sucht, der zwar nicht gut zu sehen ist, aber sehr dunkel wirkt mit einem ganz schwach erkennbaren Leuchten in eine dunkelbläuliche Richtung deutet und dann auch noch die weißen Seiten des Schwanzgefieders bemerkt, kann man sich sicher sein, dass man ein Stockentenweibchen vor sich hat.

Auflösungsbild 1 zeigt eine schwimmende Artgenossin, die auch den Flügelspielgel sehr klein hält, aber die anderen Bestimmungsmerkmale sind eindeutig.

Auflösungsbild 2 zeigt einen Stockerpel im Prachtkleid, der wie bei fast allen Enten ein im Vergleich mit seinem Weibchen deutlich abweichendes Gefieder zeigt. Erschwerend bei der Bestimmung des Stockerpels kommt hinzu, dass er am Ende der Brutzeit in das Schlichtkleid mausert, in dem er durchaus einem Weibchen ähnelt. Vor allem am gelblicholiven Schnabel ist er aber immer als Erpel zu erkennen.

In Auflösungsbild 3 wird eine weibliche Schnatterente vorgestellt, die häufig mit der Rätselente verwechselt wird. Deutlichstes Unterscheidungsmerkmal ist der Schnabel. Er ist bei der Schnatterente ganz klar in eine obere und eine untere Hälfte geteilt, wobei er oben dunkel und unten hell ist. Ein weiteres deutliches Bestimmungsmerkmal – wenn sie es zeigt – ist der weiße Flügelspiegel, den man beim Fliegen immer und deutlich sieht, beim Schwimmen auch oft, aber halt doch nicht immer zu sehen bekommt. Wenn dann auch noch die seitlichen Schwanzfedern nicht weiß sind, kann man sicher sein, dass man keine Stockente vor sich hat.

Der Schnattererpel in Auflösungsbild 4 wirkt auf größere Entfernung eintönig grau, wenn man ihn nahe sieht oder ihn mit einer guten Fernoptik betrachten kann, wirkt sein Gefieder fein ziseliert wie aus Silber getrieben. Wunderschön und doch unscheinbar, hier einmal passende Komplimente! Wenn man genau überlegt und hinschaut, sind diese Adjektive auch auf die Weibchen der beiden erwähnten Arten in gleicher Weise anzuwenden.

Alle vier Auflösungsbilder wurden dankenswerterweise von Thomas Pumberger zur Verfügung gestellt!
k.billinger@eduhi.at