Kiebitz Foto Isolde Ulbig

Kiebitz Vogel des Jahres 2024

Zum zweiten Mal nach 1996 ist der Kiebitz Vogel des Jahres geworden. Er ist ein schwarz-weiß gefärbter, etwa taubengroßer Regenpfeifer. Sein Gefieder glänzt im Licht metallisch grün oder violett. Zudem fallen der Schopf auf dem Kopf und die breiten gerundeten Flügel auf. Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich, jedoch ist der Schopf des Männchens länger und das Brustband einheitlich dunkel gefärbt.

Der Kiebitz hat ein vielseitiges Nahrungsspektrum, frisst aber vor allem Insekten und deren Larven. Daneben können auch Regenwürmer, Getreidekörner, Samen und Früchte von Wiesenpflanzen als Nahrung dienen.

Kiebitze bevorzugen Flächen mit kurzer Vegetation ohne dichtere Gehölzstrukturen oder Sichtbarrieren in der Nähe. Daher konnte man sie ursprünglich vor allem in Mooren und auf Feuchtwiesen finden. Heute haben sich Kiebitze gewissermaßen an den Menschen und den damit einhergehenden Feuchtflächenverlust angepasst und brüten auch auf Äckern und Wiesen. Durch frühe Mahd und schnell wachsende Kulturen sind diese als Bruthabitat aber wenig geeignet.

An ihrem Brutplatz kann man Kiebitze immer wieder bei auffälligen Flugmanövern beobachten. Dabei drehen sie Schleifen über dem Revier, stürzen sich in akrobatischen Flugmanövern zu Boden und rufen dabei weit hörbar. Ihr Nest besteht aus einer Bodenmulde und ist umgeben von besonders kurzer Vegetation. Darin legen Kiebitze meist vier Eier, die Küken schlüpfen nach ca. 4 Wochen. Sie sind Nestflüchter.

Die in Deutschland brütenden Kiebitze sind Teilzieher. Der Teil der Kiebitze, der nicht in Deutschland überwintert, kehrt bereits im Februar/März zurück. Sie gehören zu den ersten Frühlingsboten.

Bezugsquelle: NABU.de; Autor: Isolde Ulbig